ZAVADSKI × EtchingRoom1

Pop-up
Neue Werke von EtchingRoom1

Über EtchingRoom1

Das in Kyjiw gegründete, heute in Berlin ansässige Künstlerinnen-Duo EtchingRoom1 arbeitet seit 2016 zusammen — bestehend aus Anna Khodkova und Kristina Yarosh. Ihre Praxis umfasst Drucke, Textilien, Mosaike und Bücher und ähnelt konzeptuell Tagebucheinträgen über die Absurdität des Alltags. Ihre Stimmungen und Reflexionen bewegen sich zwischen Erinnerungen an gescheiterte Liebesgeschichten und der Unfähigkeit, sich dem Druck von Produktivität, dem Kult des Erfolgs und dem Zwang zu klaren Zielen und Zukunftsplänen zu entziehen. All das entfaltet sich vor dem Hintergrund einer Welt in ständiger Erwartung der Katastrophe: überwältigt vom Informationsrauschen, ist längst nicht mehr klar, ob man eine nukleare Explosion, die Ankunft eines Messias oder Außerirdische erwarten soll — wie im zentralen Werk der Ausstellung, „What a Wonderful Day in a Wonderful World."

POP-UP Ausstellung

„Für uns evoziert der Begriff in erster Linie eine kurzfristige Präsentation von Produkten, die als Newshook im Rahmen einer Marketingstrategie entsteht. Doch ein Pop-up ist auch etwas, das plötzlich auftaucht oder hindurchblitzt — im digitalen Raum ein Pop-up-Fenster, das sich über den Hauptinhalt einer Seite legt.

Die Arbeiten von EtchingRoom1 funktionieren auf ganz ähnliche Weise: Zufällige Bilder tauchen vor der Kulisse der alltäglichen Ordnung auf, treiben durch unser Bewusstsein und Unterbewusstsein, erscheinen und verschwinden mit Leichtigkeit. Eine flüchtige Verliebtheit, ausgelöst durch einen zufälligen Blick auf einer Party, die Sehnsucht nach einem Haustier, das man seit Jahren nicht gesehen hat, Vampire — vielleicht emotionale, oder vielleicht wir selbst, so erschöpft von intensiven Gefühlen, dass wir uns wie lebende Tote durch diese Welt bewegen, in der Hoffnung, so schnell wie möglich in den individuellen Sarg der Vermeidung zu kriechen.

Diese Ausstellung handelt von etwas, das zugleich zufällig und unbehaglich ist, so vertraut und doch rätselhaft, dass es uns erneut fragen lässt: ‚Warum ist eigentlich alles so gekommen, und nicht anders?' Und spielt es am Ende überhaupt eine Rolle, all dieses Nachdenken und die Versuche der Selbstreflexion, wenn es immer die kleine Möglichkeit gibt, dass die vertraute Ordnung der Dinge durch die Ankunft von Außerirdischen unterbrochen wird?"

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